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dem römischen Glasofenprojekt
des Archäologieparks Römische Villa Borg

(Borg Furnace Project - BFP2013 / BFP2014 / BFP2015 / BFP2016)

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BAU DER GLASÖFEN

BORG FURNACE PROJECT 2013

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BAU DER GLASÖFEN

Die Glashütte im Archäologieparks Römische Villa Borg umfaßt mittlerweile einen Glas-Schmelzofen, zwei Kühlöfen und einen Perlenofen. Um die Funktionsfähigkeit einer sehr kompakten Glaswerkstatt experimentell zu überprüfen, bestand die Kernwerkstatt zunächst entsprechend einem Grabungsbefund aus Trier (Grabung "Hopfengarten"*) nur aus einem Schmelz- und einem Kühlofen (GO-Borg-1 und KO-Borg-1), wurde aber sukzessive um die Perlenofen-Studien PO-Borg-1, PO-Borg-2, PO-Borg-3 und PO-Borg-4 sowie einen weiteren Kühlofen (KO-Borg-2) ergänzt. Der Bau weiterer Glas-Schmelzöfen anderer Geometrien ist geplant.

 

Bauzeiträume:

2013Glas-Schmelzofen GO-Borg-1
Kühlofen KO-Borg-1
2014Neuaufbau der Kuppel von Glas-Schmelzofen GO-Borg-1
Perlenofen-Studie PO-Borg-1
2015Kühlofen KO-Borg-2
Renovierung des Glas-Schmelzofens GO-Borg-1 sowie des Kühlöfens KO-Borg-1
Perlenofen-Studie PO-Borg-2 (durch Studierende der Universität des Saarlandes)
2016Renovierung des Glas-Schmelzofens GO-Borg-1
Perlenofen-Studie PO-Borg-3 (durch Studierende der Universität Trier)

Perlenofen-Studie PO-Borg-4 (durch Studierende und Mitarbeiter des Römisch-Germaischen Zentralmuseums Mainz)

 

* Die Grabungsunterlagen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dr. J. Hupe und B. Kremer (Generaldirektion kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz).
Zum Glasofen siehe auch St. Pfahl, Die Ausgrabung Trier 'Hopfengarten'. Wasserversorgung und Glasherstellung in einem 'Handwerkerviertel' der römischen Stadt. In: Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier 32 (Trier 2000) 43-58.


Glas-Schmelzofen GO-Borg-1 und Kühlofen KO-Borg-1:

Von Juli bis September 2013 wurden basierend auf den Grabungsunterlagen der Trierer Grabung "Hopfengarten" eine kompakte Glashütte, bestehend aus einem Glas-Schmelzofen und einem für die kontrollierte Entspannung der Gläser notwendigen Kühlofen, erbaut. Es kamen römische Dachziegelfragmente und lokaler, nicht weiter gemagerter Lehm zum Einsatz.

Eine Auswertung des Baus der Öfen und ihres Probebetriebs im BFP2013 erfolgte im Wintersemester 2013/14 im Rahmen einer Bachelorarbeit und wurde im April 2014 in der Reihe ARCHEOglas des Archäologieparks Römische Villa Borg unter dem Titel "Experimentelle Archäologie: Römische Glasöfen. Rekonstruktion und Betrieb einer Glashütte nach römischem Vorbild in der Villa Borg. Borg Furnace Project 2013" publiziert.

Über den Bau des Glas-Schmelzofens und des ersten Kühlofens und den ersten Probebetrieb liegt ein etwa 45-minütiger Vortrag vor. Bei Interesse bitten wir um Mitteilung an info@glasrepliken.de .


Ofensohle vom Glasofen GO-Borg-1 (1.08.2013)

Glasofen GO-Borg-1 und Kühlofen KO-Borg-1 (1.08.2013)

Glasofen GO-Borg-1 - "Paßprobe" des Glashafens (11.09.2013)

Glasofen GO-Borg-1 - Trocknen bis zum ersten Einsatz (12.09.2013)

 


Perlenofen-Prinzipstudie PO-Borg-1:

Parallel zum Neubau der Ofenkuppel des Glas-Schmelzofens wurde im Sommer 2014 ein kleiner schachtförmiger Ofen gebaut, um die These zu überprüfen, ob eine Herstellung von Wickelglasperlen aus gezogenen Glasstäben ohne Verwendung von Holzkohle und Blasebalg, also nur mit natürlicher Thermik ind kleinem Holz bzw. Reisig, möglich ist.

Nach dem Probebetrieb während des BFP2014 wurde der Perlenofen im Mai 2015 noch ein zweites Mal in Betrieb genommen. Die Temperaturdaten wurden für die in Vorbereitung befindliche Publikation aufgezeichnet.


Neuaufbau der Ofenkuppel des Glas-Schmelzofens GO-Borg-1:

Da wegen struktureller zirkulärer Risse der Ofenkuppel des Glasofens ein sicherer Betrieb des nächsten Projektes nicht sichergestellt werden konnte, war die Demontage der Ofenkuppel unumgänglich. Die Kuppel wurde in zwei fünftägigen Sitzungen bis zum 5. Mai 2014 vollständig neu aufgebaut. Beim Neubau der Kuppel wurde eine dritte Arbeitöffnung ergänzt.


Tiefe Risse in der Ofenkuppel vom Glasofen GO-Borg-1 (17.04.2014)

Tiefe Risse in der Ofenkuppel vom Glasofen GO-Borg-1 (17.04.2014)

Glasofen GO-Borg-1 nach Abriß der Ofenkuppel (17.04.2014)

Neuaufbau der Ofenkuppel vom Glasofen GO-Borg-1 (19.04.2014)

Neuaufbau der Ofenkuppel vom Glasofen GO-Borg-1 (22.04.2014);
links die demontierte alte Ofenkuppel

Neuaufbau der Ofenkuppel vom Glasofen GO-Borg-1 (12.05.2014);
Blick auf die neue dritte Arbeitsöffnung; die Ofenkuppel trocknet langsam durch.

Hierzu ist eine Publikation in Vorbereitung.

 


Kühlofen KO-Borg-2

Da während der letzten Projekten mehr Glasgefäße gefertigt wurden, als der kleine Kühlofen (KO-Borg-1) zu fassen vermag, ist seit dem 1. April 2015 der zweite und deutlich größere Kühlofen (KO-Borg-2) in Bau. Auch hierzu kommt wieder der vor Ort anstehende Lehm ohne weitere Magerung zum Einsatz.

Der schwerpunktmäßig an den Wochenenden stattfindende Lehmbau kann gerne besichtigt werden


Bau der Brennkammer des neuen Kühlofens (13.04.2015)


Das erweiterte Ofenensemble in der Villa Borg (20.04.2015)

Bau des neuen Kühlofens: Der Bogen über der Schüröffnung ist geschlossen (20.04.2015)

Bau des neuen Kühlofens: Die Haltenasen für den Gefäßkammerboden sind gut zu erkennen (20.04.2015)

Bau des neuen Kühlofens: Die Bögen über der Gefäßkammeröffnungen sind geschlossen. (17.05.2015)

Bau des neuen Kühlofens: Schon jetzt ist das deutlich größere Volumen im Vergleich zum kleinen Kühlofen zu erkennen (22.05.2015)

 


Renovierung des Glas-Schmelzofens GO-Borg-1 sowie der Kühlöfen KO-Borg-1 und KO-Borg-2

Durch den feuchten Winter 2014/15 und das in der nahegelegenen Ausgrabung hoch stehende Wasser waren im Vorfeld des BFP2015 gravierende Feuchtigkeitsschäden im Sockelbereich des Glasofens aufgetreten. Da der Lehm hier weitgehend seine Festigkeit verloren hatte, gingen während des BFP2015 große Teile der Schüröffung und des Schürkanalbodens sowie der davor gelegenen Arbeitsfläche verloren. Dies machte einen weitgehenden Neuaufbau der Schüröffnung vor dem Glastag-Ofenprojekt 2015 nötig. Weitere Ausbesserungsarbeiten erfolgten an den tiefen und breiten Rissen an beiden Kühlofen.


Verlust der Auflagefläche für Werkzeuge an der Vorheizöffung von GO-Borg-1 (5.10.2015)


Verlust an Schüröffung und Schürkanalboden von GO-Borg- 1. Gut sind die Dachziegelfragmente im Lehm zu erkennen. (5.10.2015)

Tiefe Risse im Kühlofen KO-Borg-2, statisch aber problemlos (5.10.2015)

GO-Borg-1, KO-Borg-2 und KO-Borg-1 nach fast abgeschlossener Renovierung (7.10.2015)

Neuaufbau der Schüröffnung samt Schürkanalboden und Arbeitsfläche vor GO-Borg-1 (7.10.2015)

Rekonstruktion der Ablagefläche unterhalb der Arbeitsöffnungen von GO-Borg-1 (7.10.2015)

 


Informationen zum Bau der Öfen sind in folgenden Publikationen nachzulesen:

Frank Wiesenberg, Experimentelle Archäologie: Römische Glasöfen. Rekonstruktion und Betrieb einer Glashütte nach römischem Vorbild in der Villa Borg. Borg Furnace Project 2013. Schriften des Archäologieparks Römische Villa Borg 6 = ARCHEOglas 2 (Merzig 2014).

Frank Wiesenberg, Das experimentalarchäologische "römische" Glasofenprojekt im Archäologiepark Römische Villa Borg (Borg Furnace Project). In: Michael Koch (Hrsg.), Archäologentage Otzenhausen 1. Archäologie in der Großregion. Internationales Symposium zur Archäologie in der Großregion in der Europäischen Akademie Otzenhausen 7.-9. März 2014 (Nonnweiler 2015) 315-322.
Download des Artikels auf ARCHAEOglas.de

Frank Wiesenberg, Das römische Glasofenprojekt im Archäologiepark Römische Villa Borg ("Borg Furnace Project") - Rekonstruktion und erste Betriebsphasen. In: Gunter Schöbel (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Europa 14 - Bilanz 2015, 73-82

 

 

Version 1.09 vom 23.08.2016
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